| USA - The first Impressions |
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| Written by Johannes und Simone | |
| Friday, 25 July 2008 20:53 | |
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Nach ueber einer Woche auf Achse und 460 zurueckgelegten Meilen wollen wir euch nicht laenger auf die Folter spannen. Bisher fuehlen wir uns wie im Jahresurlaub - mit dem Unterschied, dass wir alles ruhiger angehen lassen. Was bisher geschah: Die Einreise: Weil wir der Sonne hinterher geflogen sind und es deshalb die ganze Nacht hell war, haben wir waehrend des Flugs kein Auge zugemacht. Entsprechend froh waren wir, nach der Landung in Seattle endlich aus dem Teil rauszukommen. Das einzige Highlight war der Flug ueber Groenland, dessen riesige Eisflaeche uns von oben zum ersten Mal bewusst wurde. Wir hatten das Glueck, nach den Standard Einreisekontrollen noch zu einer gesonderten Befragung geschickt zu werden. Etwas mulmig war mir schon, als der "Hueter der Grenze" bei unseren Antworten keine Miene verzog und stattdessen minutenlang seine Tastatur bearbeitete. Aber schliesslich kam dann doch das erloesende "Ok guys! You're accepted!" ueber seine Lippen - schoen, akzeptiert zu sein! Danach sind wir noch ziemlich lange im Flughafengebaeude herumgeirrt, weil Ricco (unser Chauffeur) seine Schweizer Muetze nicht wie erwartet auf dem Kopf hatte, sondern in der Hand hielt! Ankuft am Camper: Nach etwa 2,5 Stunden Fahrt von Seattle nach Grayland sind wir um 1:15 Uhr Ortszeit an unserem Camper angekommen. Weil wir jetzt seit 26 Stunden auf den Beinen waren, haben wir es gerade noch geschafft unser Schlafgemach im Hochdach einzurichten und uns mit eleganten akrobatischen Verrenkungen nach oben zu hieven. Hmm - ganz schoen eng! Gerade mal etwas hoeher als Schulterbreite... Am Tag danach ist dann auch nicht viel passiert. Wir waren frueh wach, haben einen Strandspaziergang gemacht und unseren ersten Weisskopfseeadler gesehen. Nach dem Einkaufen haben wir uns noch alles am Camper mehr oder weniger genau erklaeren lassen. Unter anderem erfuhren wir, was zu beachten ist, wenn man in die Toilette mal "Dickes" macht! :-) Um fuenf war dann Bettruhe! Ach ja - Klamotten haben wir auch noch gewaschen, was bei den Witterungsverhaeltnissen keine sehr gute Idee war... Olympic Nationalpark: Nachdem wir unsere gewaschenen Sachen mit dem Foehn getrocknet hatten, gings los zum Olympic Nationalpark. Grobe Richtung "Hoh Rain Forest"... Auf unserem Weg machten wir kurz Halt, um am Lake Quinault die malerische Landschaft zu geniessen und natuerlich das ein oder andere Bild zu schiessen. Naechster Stop war eine riesige Rotzeder (wuerde mich interessieren, wieviele das Wort zweimal lesen muessen) und dann wandelten wir bei "Ruby Beach" zwischen Treibholz und jeder Menge Steinmaennchen umher. Das Wetterphaenomen hatten wir inzwischen durchschaut. Befand man sich an der Kueste, war es diesig - fuhr man Richtung Landesinnere, war Bilderbuchwetter angesagt. Die Fahrt zu unserem Campground entlang des Hoh Rivers war einfach herrlich. Alles waere perfekt gewesen, wenn wir noch dazu gekommen waeren, einen Einkauf zu machen. So mussten wir am naechsten Tag nach 2 kurzen Wanderungen leider aufbrechen, nachdem es zum Fruehstueck bereits "Chili Cheese flavoured Corn Chips" gab. Die beiden Wege "Hall of Mosses" und "Spruce Trail" waren sehr schoene Strecken, um die Vegetation des hiesigen Regenwaldes (der ganz anders war, als der Regenwald, den wir bisher gesehen hatten) kennenzulernen. Moose und Farne wuchsen an Ahornbaeumen, Hemlock-, Sitkatannen und Douglasien. Ausserdem gab es eine Tierwelt, die gar nicht wusste, dass sie scheu zu sein hat. Einfach der Wahnsinn: Wir trafen auf Spechte, die uns bis auf 3 Meter an sich ranliessen, Hoernchen und Wapitis. Beim anschliessenden Supermarktbesuch waren wir von der gewaltigen Auswahl etwas ueberfordert. Aber ich hatte das Gefuehl, dass wir nicht die einzigen waren. Das gleiche Produkt in vielen Varianten von verschiedenen Herstellern, die sich gegenseitig mit dem prozentualen Anteil der Fettfreiheit zu ueberbieten versuchen - Zucker interessiert scheinbar niemanden... Weiter gings vorbei am Lake Crescent und den Marymere Falls nach Elwah, wo wir einen der letzten freien Plaetze auf dem Campingplatz ergattern konnten - wieder mal ohne Dusche! Zum Abendessen gabs ein im Topf über dem Lagerfeuer gebackenes Stockbrot :-) Leider wurde Simone ziemlich uebel davon - wobei wir nicht sicher sind ob's am Rauch oder am vielen Oel lag, das wir in den Topf geschuettet hatten... Seattle: Unser naechstes Ziel war Bainbridge Island, von wo aus wir mit der Faehre nach Seattle uebersetzen wollten. Der Campingplatz lag direkt hinter einem schoenen Strand mit Blick auf den schneebedeckten Mount Rainier und ein Stueck Skyline von Seattle. Ueber die vorhandenen Duschen haben wir uns zu frueh gefreut. Die anfaengliche Euphorie sank so tief wie die Wassertemperatur, die nahe am Gefrierpunkt lag. Das war die wohl kaelteste Dusche unseres Lebens. Und wo wir schon bei der Temperatur sind: Die Nächte sind hier saukalt - wir haetten nicht erwartet, dass unsere Schlafsaecke bereits hier zum Einsatz kommen. Die Ueberfahrt mit der Faehre mit Blick auf die Skyline und die Space Needle (Wahrzeichen von Seattle) war sehr beeindruckend. Außerdem toll fanden wir den Pike Place Market, laut Reisefuehrer einer der besten Dauermaerkte der USA. Im Starbucks genossen wir unseren ersten richtig guten Kaffee seit der Ankunft und auch sonst verfielen wir dem Konsumrausch mit Fastfood, Snacks und naehrstoffreichen Bananen-Schoko-Trinks wodurch unser Tagesbudget bei Weitem gesprengt wurde. Mit der Monorail ging's dann noch zum Seattle Center, in dessen Naehe sich auch der AAA (amerikanischer ADAC) befinden sollte, wo wir uns mit Kartenmaterial und Campingfuehrer versorgen wollten. Ungluecklicherweise war dieser kurz zuvor umgezogen, was uns einen einstuendigen Fussmarsch bescherte. Zurueck nach Downtown nahmen wir den Bus! Nach diesem einen Tag in der Stadt sehnten wir uns Beide schon wieder nach Ruhe und Natur... Washington Park: Anacortes haben wir als naechstes Ziel ausgewaehlt, weil dort die angeblich schoenste Faehrstrecke durch den San Juan Archipel nach Vancouver Island beginnt. Der Campground im Washington Park hat uns so gut gefallen, dass wir gleich noch einen Tag dran gehaengt haben. Der Sonnenuntergang am Sunset Beach war so schoen, dass er schon fast kitschig war! Unser Eindruck nach der ersten Woche: Wir sind begeistert von der ueppigen Natur hier und angenehm ueberrascht von den stets gut gelaunten, immer zu einem Schwaetzchen aufgelegten Amerikanern. Weiter geht's auf Vancouver Island... |
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| Last Updated ( Saturday, 17 January 2009 23:19 ) |
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