| Australia |
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| Written by Simone und Johannes | |
| Monday, 28 September 2009 20:30 | |
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Flugkoller, Schweinegrippe und eine Tierwelt, die unserer Reise einen gelungenen Abschluss beschert... Noelige Kinder, die uebliche Zeremonie am Flughafen und Melbourne: Auf unserem Flug von Neuseeland nach Melbourne wird mir bewusst, dass ich langsam aber sicher die Faxen dick habe vom Fliegen: Die Warterei am Flughafen, das Anstehen, die Kontrollen, die obligatorischen Verspaetungen, das Eingepferchte im Flieger, die vor-einem-die-Rueckenlehnen-Umklapper, die von-hintem-einem-ins-Kreuz-Treter, das portionierte Essen, von dem ich nie satt werde, das Ausfuellen des "Offenbahrungseids" und die trockenen Nasenschleimwaende. Hinzu kommen ein schlechter Film und noelende Kinder. Die einzige freudige Ueberraschung - wenn auch nur von kurzer Dauer - kommt in Form eines Eises daher. Bei der Ankunft am Flughafen werden wir das erste Mal mit der sich ausbreitenden Schweinegrippe konfrontiert. Wir werden von mundschutztragendem Personal mit Waermebildkameras empfangen, die Passagiere auf Fieber scannen. Die naechsten Tage erkunden wir einen Teil von Melbourne. Wir besuchen den 253m hohen Rialtoturm, staunen einen Tag im groessten Museum Australiens, statten der Staatsbibliothek von Victoria einen Besuch ab und verbringen jede Menge Zeit in den uns wohl vertrauten Foodcourts. Nach dieser kleinen Exkursion brechen wir auf, um unseren gemieteten "Hippie Camper" abzuholen. Puenktlich zu Beginn des Campens ziehen dunkle Wolken auf und der Regen laesst nicht lange auf sich Warten. Verglichen mit Pedro ist dieser Camper eine Hasenkiste. Der Umbau von der gemuetlichen Sitzecke zum Bett ist eine echte Herausforderung an unsere Gelenkigkeit. Dafuer ist es von unseren Campern das komfortabelste Bett (darin besteht die Kunst: jeder Situation das Beste abzugewinnen). Great Ocean Road und die Grampians: Gleich am ersten Abend an der Suedkueste werden wir von dem ohrenbetaeubenden Laerm eines riesigen Schwarms weisser Kakadus begruesst. Wir sind beide beeindruckt von dieser Geraeuschkulisse. Der skurile Anblick von Kaenguruhs auf dem Golfplatz und der missglueckte Versuch der Golfer, die Tiere zu verscheuchen, bekommt auch einen Eintrag in unser Tagebuch. Unsere naechsten Tiererlebnisse haben wir mit Galahs (Rosakakadus) und metallisch singenden Magpies (Floetenvoegel), die in ihrem schwarz-weissen Gefieder ein bisschen an Elstern und Raben erinnern. Ihr Gesang ist phaenomenal. Das sollte der Vorgeschmack darauf sein, was uns noch entlang der Great Ocean Road erwartet. Auf einem Campingplatz namens "Kennett River", von dem wir schon wegen seines sehr netten und redseligen Chefs Peter begeistert sind, machen wir die Bekanntschaft mit den typischen Bewohnern Australiens - Koalas. Die haengen auf dem Platz in den Baeumen. Ausserdem gibt es Crimson Rosellas (Pennantsittiche) und King Parrots (Koenigssittiche), die scharf auf das Futter sind, das uns Peter geschenkt hat. So haben wir manchmal unsere liebe Muehe, wenn sie von allen Seiten Angriffe auf uns fliegen. Zwischendurch wird auch mal probiert, ob der Daumen etwas Essbares darstellt, was in einem kurzen Aufschrei meinerseits und einem erschrocken davonfliegenden Vogel andererseits endet. Eine ganze Bande unerschrockener Kookaburras (Lachender Hans) gibt es obendrauf. In den fruehen Morgenstunden und am Abend kann man nicht anders, als in ihr Lachen mit einzustimmen. Wir wohnen einer grandiosen Show bei, als ein Koalamaennchen sich ausgerechnet an dem Baum "abseilt", auf dem unser bisher so friedliches Maedchen sitzt und Streicheleinheiten von uns bekommt. Sie tut ihren Unmut kund indem sie voller Inbrunst zu Schreien anfaengt. Und das in einer Tonlage, welche einem das Blut in den Adern gefrieren laesst. Das Maennchen (von groesserer und kraftigerer Gestalt) klettert unbeirrt weiter und ehe wir uns versehen, befinden sich die Beiden in einer ordentlichen Keilerei, bei der es ziemlich unsanft zugeht. Zum Glueck haben sie ein dickes Fell und das Ganze endet glimpflich. Die Zwoelf Apostel sind wohl die bekanntesten Felsformationen entlang der Strecke - leider ist es (wie fast immer) bewoelkt und von den 12 sieht man nur 4 Felsbrocken im Meer, es sei denn man verlaesst das Festland. Die weitaus unbekannteren Steingebilde sprechen uns irgendwie mehr an und nach 250 km Great Ocean Road verabschieden wir uns schweren Herzens vom Meer, um nach Norden in den "Grampians" Nationalpark aufzubrechen. Hier landen wir auf einem schwach besetzten Campingplatz, auf dem eine riesige Herde grauer Kaenguruhs direkt neben uns grast und sich nicht von unserer Anwesenheit stoeren laesst. Erst mal einen Kaffee kochen und dann bewaffnet mit Filmkamera, Foto und Tasse Jagd auf diese aussergewoehnlichen Tiere machen. Am Abend bekommen wir Besuch von Kakadus, die sich vor die Kamera draengen. Sie wagen sich richtig nahe ran und ich finde, dass sie mit ihren kohlschwarzen Augen wie die Wiedergeburt eines weisen Grossvaters aussehen. Leider hoert es in den Grampians auch nicht auf zu regnen und so entscheiden wir uns zur Weiterfahrt. Die Staette an denen man die Felsmalereien der Aboriginals bestaunen kann (und fuer die wir verbotenerweise Schotterpiste und einen Umweg fahren) sind enttaeuschend. Mit viel Fantasie koennen wir erkennen, was die Zeichnung darstellen soll. Aber nur weil wir wissen, wonach wir suchen muessen. Der kritische Pegel des Murray Rivers, DAS Outback "Hay" und Can`bra: In Echuca sind wir auf dem vollsten Campingplatz seit dem Start unserer Reise in Down Under. Grund fuer die Beliebtheit des Ausflugsortes ist der Fluss Murray, auf dem die Aussies gerne mal eine Tour mit einem alten Raddampfer machen. Hier verkaufen allerdings fast alle ihre Hausboote, da der Wasserstand durch die seit 12 Jahren anhaltende Duerre einen kritischen Pegel erreicht hat. Ein verrueckter Kontinent: Duerre, Ueberschwemmungen und Waldbraende geben sich die Hand und auf der anderen Seite Naturphaenomene wie das grosse Barriere-Riff, ein riesiger Monolith inmitten einer Ebene und die unglaubliche Tierwelt. Ein kurzer Ausflug in die Barmah Feuchtgebiete beschert uns ein Picknick zwischen Eukalypten mit Ibissen und Loefflern. Anschliessend geht es endlich ins Outback (zumindest kratzen wir es an). Das Land platt wie ein Pfannkuchen. Rote Erde, Gestruepp, ein Adlerhorst, ein Kaenguruhverkehrsschild. Das trifft genau das Bild, welches man von Australien vor Augen hat. Zumindest geht es uns so. Nach diesem kurzen Abstecher in das "vertraute" Australien, machen wir eine selbstgefuehrte Tour durch eine Tropfsteinhoehle. Diese Tour ist gut gemacht, da durch Bewegungsmelder immer wieder neue Teile der Hoehle ausgeleuchtet werden. Zum Glueck haben wir unsere Stirnlampen dabei, da kurz vor dem Ende der Tour die Technik versagt und wir uns im Stockdunkeln wiederfinden. Bei unserem Abendspaziergang stossen wir tatsaechlich auf einen gemuetlich aus dem Wald trottenden Wombat. Wir sind beide sofort Feuer und Flamme fuer dieses kompakte Muskelpaket, leider verdrueckt er sich kurze Zeit spaeter in seinen Bau. Unser Aufenthalt in Canberra hinterlaesst einen leicht fahlen Geschmack im Mund. Wir besuchen das Kriegsdenkmal und fuehlen uns ein bisschen wie bei den patriotischen Amis. Ein Gebaeude gigantischen Ausmasses, vollgestopft mit allem Erdenklichen. Es gibt eine große achteckige Halle, deren Waende komplett aus Mosaik bestehen. Kriegsschauplaetze sind in Miniatur nachgebaut. Wandtafeln mit 100000 Namen von Gefallenen sind mit Plastikblumen geschmueckt. Der Redner unserer Fuehrung erweckt den Eindruck, als befaenden wir uns mitten im Weltkrieg. Nach dieser verwirrenden Vorstellung geht es weiter ins Parlamentsgebaeude, in dem man sich nach einer Sicherheitskontrolle fast ueberall frei bewegen kann (doch nicht USA!). In Canberras Bibliothek werfen wir noch einen Blick in das Logbuch Captain Cooks und dann nichts wie raus aus dieser sterilen Retortenstadt. An der Kueste entlang nach Sydney: Das Meer hat uns wieder und mit ihm auch ein wenig angenehmere (hoehere!) Temperaturen. Langsam schleicht sich allerdings auch ein bisschen der Bammel vor dem Heimkommen in unsere Entspanntheit ein. Wir verteiben uns die Zeit mit Gammeln und einem Besuch des Tierparks, bei dem wir in den Genuss kommen, das Wombatbaby "Snoopy" zu bobbeln. Auf einem Waldcampground lernen wir ultraneugierige Kaenguruhs kennen, die einem beim Kochen in die Toepfe schauen und um die wir jedes Mal herum laufen muessen, da es ihnen nicht in den Sinn kommt aus dem Weg zu gehen. Einen ganzen Tag verbringen wir mit einer Pelikankolonie am Hafen. Start und Landung auf dem Wasser sind ein besonderes Schauspiel, bei dem die grossen Fuesse geschickt eingesetzt werden. Ich schaetze hier hat man sich das Wasserskifahren abgeschaut. Bei Wollongong landen wir im groessten Buddhistentempel der suedlichen Hemisphaere und bekommen dadurch einen Vorgeschmack auf unseren bevorstehenden Bangkokaufenthalt. Unsere letzten Tage verbringen wir dank der Gastfreundschaft von Mieke und Malte in einer Privatwohnung in Sydney mit eigenem Bad. Hier lassen wir es uns richtig gut gehen und erkunden von unserer Basis aus die Stadt. Wir treffen uns mit unseren beiden Neuseelandfreunden Markus und Theresa und gehen zu keinem passenderen Ort als Lindt und Spruengli. Der Hoehepunkt unseres Sydneybesuchs ist neben dem schoenen Wetter die Lichtershow "Vivid Sydney". Fuer uns ein Grund die Oper jeden Abend aufzusuchen und immer wieder ueber das wechselnde Farbenspiel zu staunen. Im Imax Kino mit der groessten Leinwand der Welt schauen wir einen 3-D Film ueber die Unterwasserwelt. Das haut ganz schoen rein und nach dieser Reizueberflutung nehmen wir Abschied von dieser schoenen Stadt, um den letzten Stop unserer Reise anzusteuern - die 10 Millionen Metropole Bangkok. Four wheels scare the cockatoos From Kintore East to Yuendemu The western desert lives and breathes In forty five degrees The time has come To say fair's fair To pay the rent To pay our share The time has come A fact's a fact It belongs to them Let's give it back |
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| Last Updated ( Monday, 28 September 2009 21:09 ) |
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