| Osterinsel und Moorea |
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| Geschrieben von: Simone und Johannes | |
| Sonntag, 29. März 2009 um 06:39 | |
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Der Zauber der Moais, schwitzen auf Moorea, 14 Tage Pasta und unsere erste Nacht am Flughafen. Hula Hula und zur Begruessung einen Blumenkranz: Als wir abends in Rapa Nui aus dem Flieger steigen empfaengt uns ein feucht heisses Klima mit dem wir ueberhaupt nicht gerechnet haben. Ein ultraentspannter Flughafen mit einem einzigen Rollband und viele polynesisch aussehende Menschen um uns herum verbreiten eine angenehme Stimmung. Abgeholt werden wir von einem grimmig schauenden Dschingis Khan Verschnitt und zur Begruessung bekommen wir erst mal einen Blumenkranz um den Hals gehaengt. So weit so gut. Unsere Erwartungen an die billigste Unterkunft in ganz Rapa Nui werden bei Weitem uebertroffen und wir finden uns in einem schnuckeligen kleinen Zimmer wieder, welches fuer die naechsten 4 Naechte unser Zuhause sein wird. Die Insel hat uns sofort in ihren Bann gezogen. Die Pflanzen um uns herum sind sehr exotisch. Unser Zuhause liegt direkt am Meer, wir bekommen sofort ein spezielles Gefuehl und einen vertraeumten Blick. Schon bei der Ankunft sind wir ein bisschen traurig, dass wir nur so kurz hier sein werden. Am naechsten Tag machen wir eine Wanderung zum Vulkankrater Ranu Kau, dessen eine Seite steil ins Meer abfaellt. Pflanzenteppiche wachsen in interessanten Strukturen auf dem Kratersee. Und noch immer kein Moai in Sicht... Wir begutachten eine alte zeremonielle Staette, wo man einen Einblick in die Bauweise der ehemaligen Inselbewohner bekommt. Außerdem gibt es noch jede Menge Petroglyphen. Am Spaetnachmittag sehen wir endlich unsere ersten Moais, aber die Begeisterung ist eher gemaessigt. Direkt neben der Haupt- und einzigen Stadt Hanga Roa gibt es eine Reihe mit 5 nicht mehr allzu gut erhaltenen Moais und daneben der einzige auf der Insel mit Augen (und Hut! Die finde ich eigentlich am Coolsten). Ob es am bewoelkten Himmel liegt oder an der Groesse der Steinstatuen, wir koennen unsere Enttaeschung nicht voreinander verbergen. Das ist der Grund, warum alle auf die Osterinsel wollen? Abends gibt es dann noch einen ordentlichen Wolkenbruch und die meisten Zelte stehen unter Wasser - aber nicht mit uns, haha. Wir sitzen auf der grossen Gemeinschaftsterrasse und schauen dem Spektaktel zu. Einer nach dem anderen fischt sein Hab und Gut aus den abgesoffenen Zelten und wir gehen ins trockene Zimmer und freuen uns, dass wir uns kein Zelt geliehen haben. Der Sturm tobt die ganze Nacht und am naechsten Morgen sieht man viele lange Gesichter. Flugtickets werden mit dem Foehn getrocknet. Es hat zwar aufgehoert zu regnen, aber dem Himmel nach zu urteilen koennte es jeden Moment wieder anfangen. So hatten wir uns die Osterinsel aber nicht vorgestellt. Nachmittags gehen wir aufs Ganze und leihen uns den knallroten Jeep von Dschingis Khan. Wir sind begeistert ueber das Schnaeppchen und die neu gewonnene Freiheit! Als wir losfahren wird uns beiden schnell bewusst, warum die Kiste so billig war. Ab 50 km/h ruckelt und klappert es dermaßen, dass man Schwitzfinger und ein flaues Gefuehl in der Magengegend bekommt. Wir entscheiden uns spontan fuer eine langsame Variante der Inselerkundung... Die naechsten Moais die uns begegnen, kann man nur noch schwer als solche erkennen. Die meisten von ihnen sind umgestuerzt, Opfer von Tsunamis und der Witterung. Wir biegen zum Vulkan "Rano Raraku" ein, der Moaifabrik. Hier werden unsere Erwartungen mehr als erfuellt. Unterhalb des Massivs gibt es sie in Huelle und Fuelle. So wie wir sie uns vorgestellt hatten. Liegend, stehend, halb begraben, am Umkippen und sogar unvollendet. Fast nur Koepfe. Wir erahnen, wo sie aus dem Fels gehauen wurden und sehen noch einige unfertige Arbeiten. Grandios! Wie haben sie das nur hinbekommen? Die "Tongarikis" - 15 am Meer stehende restaurierte Moais sind direkt um die Ecke und auch hier staunen wir nicht schlecht. Ich setze mich davor und schaue sie mir so an und finde, dass sie grimmig dreinschauen und ab diesem Moment ueben sie auch auf mich eine gewisse Faszination aus. Den Abschluss unserer Tour machen wir am Anakenastrand, dem Schoensten auf der Osterinsel, mit Palmen und weissem Sandstrand. Die fuenf Moais, die hier stehen, sind mir fast zu perfekt. Aber die Umgebung (und die Huete!) machen das wieder wett. Die Osterinsel hat eine tolle Atmosphaere und fuer entspannte Menschen noch viel mehr zu bieten als "nur" Moais. Tahiti und Moorea - wenn Traeume zur Wirklichkeit werden: Als wir auf Tahiti landen ist es nochmal waermer und vor allem noch schwueler als auf der Osterinsel. Wir schnappen uns unser Gepaeck und dann stehen wir etwas verloren vor dem Flughafengebaeude. Es ist schon nach 23.00 Uhr und die meisten Urlauber wurden bereits abgeholt. Ausser uns beiden stehen nur noch wenige betroepelt rum und als wir an der Info nach "Chez Fifi" fragen (wurde uns als billige Unterkunft empfohlen) schaut uns die Inselschoenheit krumm an und meint, dass es dort nicht so schoen sei. Die Umherstehenden haben es alle mitbekommen und auf das Stichwort "billig" rennen alle Backpacker los und wir machen das Schlusslicht. Na toll! Das hat man von seiner Gutmuetigkeit. Die Chefin "Fifi" (haha!) ist die Unfreundlichkeit in Person, aber wir ergattern das letzte Doppelzimmer fuer laeppische 55,-€ - mit Gemeinschaftsbad versteht sich. Die billigere Variante waere ein Bett im grossen Vorraum. Einfach so abgestellt. Am naechsten Morgen setzen wir gleich mit der Faehre nach Moorea ueber. Dort haben wir uns eine Fare auf dem Campingplatz reserviert. Es ist die Halbzeit unserer Reise und wir wollen einfach mal die Seele baumeln lassen. Leichter gesagt als getan bei 35°C im Schatten und einer Luftfeuchtigkeit von 95%. Man schwitzt, egal was man macht. Und da auch noch Regenzeit ist (was wir irgendwie vorher auch nicht mitbekommen haben) sind die Mosquitos besonders zahlreich. Bei unserem ersten Supermarktbesuch werden wir auf den Boden der Tatsachen zurueckgeholt. Die wenigen Lebensmittel, die man kaufen kann sind etwa dreimal so teuer wie in Deutschland und die erhofften exotischen Fruechte gibts nur als importierte Konservendose. Entscheiden wir uns also "erst mal" fuer Pasta. Ich hatte in meiner Naivitaet geglaubt, wir koennten uns die Fruechte vom Baum pfluecken... Teuer, schwuel, jeden Tag Pasta - Traumziel Tahiti? Was noch schwerwiegend hinzukommt sind die auffallend unfreundlichen Einheimischen. Nach 6 Monaten unterwegs ist das fuer uns sehr ungewohnt. Aber wir haben das Beste aus unserer Zeit auf Moorea gemacht - naemlich nix! Ausser vielen neuen Bekanntschaften, ab und zu schnorcheln und dem absoluten Highlight unseres Aufenthalts: ein Tag im Lagoonarium. Wir wurden zu einer Insel gebracht und durften dann bei heftiger Stroemung mit Riffhaien, Rochen, Trompetenfischen und abertausenden anderen bunten Fischen schnorcheln. Das war schon ein besonderes Erlebnis! Und natuerlich war unser Campingplatz mit Traumstrand auch schoen. Da unser Flug nach Auckland schon um 7.00 Uhr morgens geht, wollen wir die Uebernachtungskohle sparen und vertreiben uns die Nacht am Flughafen mit zwei Bruedern, die mit den Wildecker Herzbuben und Bruce Willis verwandt sind :-) Eine Erfahrung, die ich schon immer einmal machen wollte und auf die man gut und gerne verzichten kann ist so eine Nacht. Man ist fix und fertig (ausser man kann so gut schlafen wie das tiroler Paerchen!) und Kopfschmerzen sind vorprogrammiert. Inzwischen sind wir schon 8 Wochen in Neuseeland unterwegs und fuehlen uns einfach nur wohl... Is ja noch dunkel... |
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| Aktualisiert ( Donnerstag, 16. April 2009 um 06:14 ) |
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