| Jasper, Banff und Co |
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| Geschrieben von: Simone und Johannes | |
| Donnerstag, 18. September 2008 um 00:00 | |
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Die Nationalparktour durch Jasper, entlang am wunderschönen von Gletschern gesaeumten Icefields Parkway nach Banff, Yoho und Kootenay... Erholung in Jasper: Nach unserer Berg Lake Tour haben wir unsere Knochen in den Miette Hot Springs wieder regenerieren koennen. Auf dem Weg zu den heissen Quellen fanden wir uns umgeben von den Rocky Mountains wieder. Die Landschaft ist einfach hinreissend. Wir fuhren durch ein Tal, das von Seen und Tuempeln durchzogen ist, die in verschiedenen Gruentoenen leuchten. Viele der umliegenden Berge hatten eine weisse Kappe. Der Himmel war blau und die Stimmung stieg. Wie auf Kommando sahen wir auch unseren ersten Koyoten und eine grosse Herde Wapitis, die die Strasse ueberquerten. Das Ganze ist immer ziemlich heikel, da die Touris (wie wir) immer einfach stehenbleiben und sich ganz schnell eine Traube bildet. Die LKWs hingegen bleiben meistens auf dem Gas stehen... Unseren Stellplatz in Jasper haben wir gleich noch für weitere vier Naechte reserviert, weil das Labour Day Wochenende bevorstand. Es gab dann auch tatsaechlich keine freien Plaetze mehr. Nach einem eingelegten Waschtag ging die naechste Tour ueber den Maligne Canyon, den wir beide nicht so erquickend fanden (Partnachklamm ist spektakulaerer!) zum Medicine Lake, der seinen Namen von den Indianern hat. Da er jeden Winter austrocknet, dachten diese es muesse sich dabei um einen grossen Zauber handeln. Zum Schluss sind wir am Maligne Lake noch einen kurzen Rundwanderweg gelaufen. Traumhafter Icefields Parkway: Nachdem unser Campingplatz am ersten September die Pforten geschlossen hatte, hiess es auch fuer uns, dass die Reise weitergeht. Nachts waren die Temperaturen nahe am Gefrierpunkt. Jetzt wollten wir erst recht einen Campingplatz finden, wo sich die heissen Duschen in einem beheizten Raum befinden und es zudem noch Steckdosen zum Haare foehnen gibt. Und die sind bekanntlich in den Nationalparks rar gesaet. Die Fahrt ging ueber den Icefields Parkway, eine der landschaftlich schoensten Strecken, die man mit dem Auto fahren kann. Unser erstes Ziel war der Mount Edith Cavell, bei dem man auf einem kurzen Weg zu 2 Gletschern gelangt. Der Angel und der Cavell Gletscher. Unter den Gletschern befindet sich ein kleiner See, in dem Miniatureisberge schwimmen (endlich!). Eine ausgewaschene Eishoehle konnten wir auch inspizierten. Ich kam mir vor wie in einem riesigen Kuehlschrank. Weiter ging die Fahrt zu diversen Wasserfaellen, die immer sehr ueberlaufen waren und komplett zubetonierte Plattformen boten. Das war nicht so unsers. Die Kroenung kam zum Schluss: Die Zehe des Athabasca Gletschers im Columbia Icefield. Eine 10 minuetige Wanderung brachte uns direkt zur "Zehe". Die duenne Luft hier oben bemerkte man sofort beim Laufen. Das erste Mal in unserem Leben standen wir auf einem Gletscher. Warum es die Zehe genannt wird, wurde uns am Modell im Icefield Center gegenueber bewusst. Was wir als riesig angesehen hatten, war tatsaechlich nur ein Bruchteil des Ganzen. Und weil es schon frueher Abend war, hatten wir den Gletscher auch fast fuer uns alleine. Bei der Fahrt zum Campingplatz (einer ohne Luxus!) konnten wir noch einen Schwarzbaeren beobachten, der einen Fluss ueberquerte, sich kurz schuettelte und anschliessend im Wald verschwand. Die Rocky Mountains waren im Abendlicht besonders schoen anzusehen. Am naechsten Morgen war nach der Frostnacht wieder Sonnenschein angesagt und am See machten wir Bekanntschaft mit einem Vogel, der unsere Naehe suchte. Zum Schluss setzte er sich sogar auf unsere Hand und liess sich anfassen. Als wir gehen wollten, flog er uns hinterher. Komisch, wenn man das mit unseren Voegeln vergleicht. Da kann man sich ja eigentlich nur naehern, wenn sie bereits tot sind. Nach weiteren Seen und Gletschern sind wir schliesslich in Lake Louise angekommen. In einem Sportgeschaeft haben wir eine riesige Auswahl Merinoklamotten entdeckt. Und weil die letzten Tage so kalt waren und wir von den Merinosachen, die wir dabei haben, so begeistert sind haben wir gleich noch ein paar Dollar investiert. Regen in Yoho, Glacier und Revelstoke: Am naechsten Tag wollten wir uns den Lake Louise anschauen, aber leider hat es dort geregnet. Waehrend der Weiterfahrt durch den Yoho Nationalpark hat es auch nicht mehr aufgehoert. Und so sind wir immer weiter gefahren, durch den Glacier Nationalpark bis Revelstoke in der Hoffnung dem schlechten Wetter zu entkommen. Hat nicht funktioniert. Einer der wenigen Hoehepunkte an diesem Tag war der Schwertransport, der uns ueberholt hat. Die Wettervorhersage fuer den uebernaechsten Tag war vielversprechend (wie in letzter Zeit so oft)... Also machten wir uns dann wieder auf den Weg durch den Glacier Park - haben aber vor lauter Regen erneut nichts gesehen, ausser unserem ersten Dickhornschaf. Kurz vor dem Yoho Park sind wir stehen geblieben um am naechsten Tag dort unser Glueck zu versuchen. Zumindest konnten wir erahnen, wie toll es hier bei Sonnenschein sein muss. Nach Emerald Lake und Takakkaw Falls waren wir wieder in Lake Louise, wo im Visitor Center erneut fuer den uebernaechsten Tag schoenes Wetter gemeldet war. Haha! Aber nicht mit uns! Wir haben beschlossen, direkt weiter durch den Kootenay Nationalpark und dann nach Sueden zu fahren. Flucht durch Kootenay zu den Hot Springs: Der Marble Canyon im Kootenay Park war dann auch viel schoener anzusehen als der Maligne Canyon. Ausserdem war hier keine Menschenmenge. Wegen einem Waldbrand 2003 sieht man soweit das Auge reicht nur verbrannte Baeume. Nach dem Besuch der Paint Pots (gelber, ockerfarbener und roter Matsch), die bereits von den Indianern als Farbe benutzt wurden, riss die Wolkendecke immer weiter auf und es wurde doch noch eine schoene Fahrt am Abend. Waehrend der Daemmerung sahen wir immer mehr Tiere und schliesslich auch unseren ersten Elch! Allerdings noch ein sehr Junger ohne Geweih. Die kurz darauf im Dunkeln erfolgte zweite Elchbegegnung (diesmal ein Grosser) endete beinahe auf der Motorhaube. Zum Glueck fahren wir meistens so langsam, dass wir von allen ueberholt werden :-) Nach einer Uebernachtung in Radium und dem erfolglosen Versuch die dortigen Wetlands zu erkunden (Trost war ein schwimmender Schwarzbaer), haben wir uns auf einem Campingplatz direkt neben den Fairmont Hot Springs einquartiert. Diese haben wir bis zum Sonnenuntergang genossen... Am naechsten Tag standen gleich nochmal heisse Quellen auf dem Programm - diesmal die Lussier Hot Springs im Whiteswan Park. Das waren unsere schoensten Quellen, weil es dort kein gemauertes Becken mit Zaun und Infrastruktur drumherum gibt. Sie liegen direkt am Fluss in einer Schlucht. Vor Fort Steele, einem ehemaligen Fort, das fuer Besucher etwas aufgepeppt wurde, haben wir schliesslich Isabella und John kennengelernt. Gastfreundschaft in Cranbrook und Abschied von Kanada: Nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten, wurden wir von den Beiden zu Ihnen nach Hause eingeladen. Wir durften in Ihrem Wohnmobil uebernachten, das im Vergleich zu unserem Camper reinster Luxus ist. Am naechsten Morgen bekamen wir ein leckeres Fruehstueck mit Eiern, Speck und Bratkartoffeln! Ausserdem haben wir viel Neues ueber Kanada erfahren. Fuer die Weiterfahrt haben wir ein grosses Proviantpacket mitbekommen. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit hat uns sehr beruehrt. Die Ueberquerung der Grenze nach Montana war erstaunlich einfach, obwohl wir mit dem Schlimmsten gerechnet hatten. Nach zwei Tagen Fahrt durch eintoenige und oede Huegellandschaft sind wir in West Yellowstone angekommen. Von unserer Begeisterung ueber den Yellowstone Nationalpark koennt Ihr beim naechsten Mal lesen... |
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| Aktualisiert ( Samstag, 17. Januar 2009 um 23:15 ) |
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